A1: Lkw-Überholverbot und neue Blitzen ab Burscheid

A1: Lkw-Überholverbot und neue Blitzen ab Burscheid

Leverkusen. Die Polizei, Straßen.NRW und die Bezirksregierung Köln verschärfen die Fahrbedingungen auf der A1 zwischen Burscheid und Leverkusener Autobahnkreuz. Nach 288 Unfällen (seit 1. Juli 2014) mit zwei Toten und 80 verletzten Menschen beschloss die Unfallkommission neue Regeln.

Lkw-Überholverbot ab Auffahrt Burscheid in Richtung Leverkusen.

Tempolimit Die änderbaren Geschwindigkeitsanzeigen der Verkehrsbeeinflussungsanlage werden außer Betrieb gesetzt. Dafür wird über fest installierte Schilder ein dauerhaft gleiches Tempolimit angeordnet. „Diese Beschilderung wird so schnell wie möglich aufgestellt“, schreibt der Sprecher der Bezirksregierung.

Überwachung Die Geschwindigkeitslimits werden von der Polizei mobil überwacht. Auf die Kontrollen wird mit einer Beschilderung „Radar“ hingewiesen.

„Blitzen“ So schnell wie möglich sollen stationäre „Blitzen“ installiert werden. Dafür sind die angrenzenden Kommunen Burscheid und Leverkusen zuständig. Zumindest Leverkusen weiß seit der Montage der Starenkästen auf der Rheinbrücke, wie es geht.

Stau Zusätzlich werden laut Bezirksregierung elektronische Stauwarnanzeigen aufgestellt: „Diese zeigen verkehrsabhängig Stau an und werden von Blitzlichtern unterstützt.“

Abbiegespur Ein Leser regte eine weitere Änderung an: Er fordert eine längere Abbiegespur von der A1 auf die A3 in Richtung Oberhausen – bis in Höhe Bürgerbusch. Zumindest Fahrer mit diesem Ziel könnten so aus dem täglichen Rückstau vor dem Autobahnkreuz herausgehalten werden. Diese Abbiegespur sollte dann so abgesperrt werden, das ein Wechsel zwischen den Fahrspuren unmöglich wird. Platz für diese verlängerte Abbiegespur wäre „an dieser Stelle mehr als genug da“, findet der Fahrer, was ja tatsächlich auch stimmt.

Lastwagen Am Mittwoch wurden wieder rückwärtsfahrende Laster vor der Rheinbrücke gemeldet. Sie seien sogar entgegen der Fahrtrichtung von der Autobahn gefahren. Als die Polizei vor Ort eintraf, waren die Laster bereits weg.

Wie eine Sprecherin der Polizei Köln auf Anfrage bestätigte, setzten fünf bis sechs Lkw auf der A1 Richtung Köln-Niehl, also noch vor der A1-Brücke, zurück. Zu Unfällen soll es dabei nach ersten Erkenntnissen nicht gekommen sein.

Polizisten machten sich zwar sofort auf den Weg zur Einsatzstelle, als sie an der Auffahrt ankamen, trafen sie nach bisherigen Informationen allerdings keinen der Lkw-Geisterfahrer mehr an. Die Ermittlungen dauern an, wie die Polizei-Sprecherin erklärte.

Wahrscheinlich wollten die Lkw-Fahrer im letzten Moment die A1-Brücke umfahren. Sie ist für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen gesperrt. Immer wieder fahren Lkw-Fahrer im letzten Moment rückwärts und gefährden so den Verkehr.

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