Dieser Lkw soll auf die Autobahn – mit / ohne Fahrer

Dieser Lkw soll auf die Autobahn – mit / ohne Fahrer

Der selbst fahrende Lastwagen dürfte schneller auf deutsche Straßen kommen als erwartet. Noch in diesem Jahr will Daimler autonome Lkw auf die Autobahn schicken. Der Konzern rechnet in Kürze mit einer Genehmigung.

In den USA fahren sie schon, jetzt sollen sie auch auf deutsche Straßen: Daimler will noch in diesem Jahr seinen selbst fahrenden Lastwagen, in dem ein Computer den Fahrer ersetzt, auf einer Autobahn testen.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir in den nächsten Wochen die Genehmigung für Tests auf deutschen Autobahnen bekommen“, sagte Daimlers Nutzfahrzeugvorstand Wolfgang Bernhard der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ („FAS“). „Und dann legen wir auch sofort los.“

Die ersten Testfahrten seien in Baden-Württemberg geplant, Daimler wolle später aber auch bundesweit unterwegs sein. Mit der Serienreife von teilautonomen Lastwagen rechnet Bernhard „in zwei, drei Jahren“, noch bevor die entsprechenden Pkw auf den Markt kommen: „Technisch kriegen wir das hin.“

Nach Ansicht des Managers erhöht die neue Technik die Sicherheit im Straßenverkehr: „97 Prozent der Unfälle beruhen auf menschlichen Faktoren. Die Maschine fährt insgesamt sicherer als der Mensch.“ Ganz überflüssig werde der Fahrer mit dieser Technik freilich nicht: „Es wird immer ein Mensch drinsitzen, der sicherstellt, dass nichts passiert.“ Es werde zwar möglich sein, das Fahren „komplett der Maschine zu übergeben, auch das Bremsen und Beschleunigen“. Der Mensch aber müsse die Fahrt überwachen.

Experten erwarten selbst fahrende Autos bis zum Jahr 2020 im Verkehr. Viele Fragen, etwa zur Haftung, sind aber noch ungeklärt.

In den USA hat Daimler bereits eine Zulassung für selbst fahrende Lastwagen. (Lesen Sie hier einen Mit-Fahrbericht.) Im Juli 2014 hatten die Stuttgarter erstmals einen autonomen Lkw auf einem gesperrten Teilstück der A14 bei Magdeburg vorgestellt. Damals hatte Daimler angekündigt, die Technologie solle bis 2025 serienreif sein.

Bis zum vollautonomen Fahren werde aber noch einige Zeit vergehen, sagte Bernhard. „Da wollen auch Apple, Google und Konsorten dabei sein.“ Schrecken lasse sich Daimler durch die neue Konkurrenz nicht: „Wir fahren bei diesem Thema vorne und lassen uns die Butter nicht vom Brot nehmen.“

 

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