Mercedes-Benz Actros im Fuel Duel: Kraftstoffvergleichstest erneut gewonnen

Mercedes-Benz Actros im Fuel Duel: Kraftstoffvergleichstest erneut gewonnen
Foto Quelle:Mercedes Benz

Der Mercedes-Benz Actros liegt mit 23 Prozent Marktanteil derzeit an der Spitze in Europa bei schweren Lkw ab 16 t zulässigem Gesamt­gewicht.


Auch in Deutschland liegt er mit rund 40 Prozent Marktanteil ganz vorn. Hintergrund für so viel Zuspruch seitens der Fuhrunternehmer sind unter anderem seine enorme Wirtschaftlichkeit und sein hohes Sicherheitsniveau. Allein schon die Verbrauchswerte können überzeugen: Der Actros mit Euro VI-Abgastechnik ver­braucht bis zu fünf Prozent weniger Kraftstoff als das Vorgängermodell mit Euro V. In Kombination mit dem vorausschauenden Tempomaten Predictive Powertrain Control (PPC) kann die Kraftstoffeinsparung nochmals um fünf Prozent gesteigert werden.

Über elf Prozent Verbrauchsvorteil gegenüber Wettbewerbern

Noch überzeugender tritt der Actros diesen Beweis gegenüber dem Wettbewerb an. In rund 750 Kraftstoffvergleichstests in unterschiedlichen Fuhrparks und im Real-Einsatz – Fuel Duel genannt – zeigt er einen Verbrauchsvorteil von durchschnittlich über elf Prozent. Und mehr als 90 Prozent aller Duelle gewinnt der Mercedes-Benz Actros.

Das jüngste Beispiel dafür kommt aus Soest bei Dortmund: Bei der Firma Meiberg Transporte trat ein Actros 1845 LS (Euro VI) gegen einen vergleichbaren Wett­bewerber an und übernahm für zwei Wochen dessen Transportaufgaben. Firmenchef Dirk Meiberg: „Wir wollten keine Prospektwerte, sondern im Alltags­betrieb testen, was die Mercedes-Maschine so drauf hat im Vergleich zu unseren vorhandenen Sattelzugmaschinen, die in Summe durchschnittlich 29,5 l/100 km verbrauchen.“ Leicht wurde es dem Actros dabei nicht gemacht, denn der Ver­brauch des besten Fuhrpark-Lkws lag – auch dank der günstigen Euro V-Technik – deutlich unter dem Speditionsdurchschnitt. Der Verbrauch des Referenztrucks im Fuel Duel betrug 26,9 l/100 km. Diesen Wert galt es für den Actros im zwei­wöchigen Duell zu schlagen.

Sieben Prozent Kraftstoffverbrauchsvorteil beim Fuel Duel

Beim Fuel Duel im Transportunternehmen Meiberg verbrauchte der Actros 1845 LS auf 4972,7 km durchschnittlich 25,0 l Diesel auf 100 km. Damit lag sein Kraftstoff­verbrauch 1,9 l/100 km beziehungsweise sieben Prozent unter dem des Referenz­fahrzeugs. Bei einer jährlichen Fahrstrecke von 120 000 km ergibt sich eine Einspa­rung von 2280 l Kraftstoff und eine CO2-Reduzierung von sechs Tonnen.

Mercedes-Benz-Actros-1024x682Fuel Duel in 22 europäischen Ländern mit 90 Actros

Das Fuel Duel läuft stets nach denselben Regeln ab: Der Fahrer des entspre­chenden Fuhrparks wird gründlich eingewiesen und zunächst von einem Profitrainer bzw. erfahrenen Vertriebsmitarbeiter von Mercedes-Benz begleitet. Danach fährt er zwei Wochen lang seine gewohnten Einsätze mit dem Actros, unterstützt vom Tele­matikdienst FleetBoard. Die Fuel Duel-Teilnehmer mit Stern sind identisch konfi­guriert: Die Fahrzeuge sind zumeist mit StreamSpace-Fahrerhaus, PPC und FleetBoard ausgestattet. Als Erkennungsmerkmal dient eine unübersehbare Aktionsbeklebung der Fahrzeuge. Vor zwei Jahren von Mercedes-Benz Niederlanden ins Leben gerufen, sind heute in 22 Ländern 90 Actros im Fuel Duel unterwegs.

Erstmals mit Mercedes Powershift 3 und PPC unterwegs

Zwei Wochen lang war der Actros 1845 LS auch für das Transportunternehmen Meiberg unterwegs, transportierte im Kühlauflieger täglich 33 Paletten mit Frisch­fleischboxen von Heiligenstadt nach Dortmund.

Am ersten Tag erhielt der Fahrer eine umfassende Fahrzeug-Einweisung und lernte erstmals den Economy-Modus der serienmäßigen Schaltautomatik Mercedes Powershift 3 kennen. Neuland war für den Fahrer auch der vorausschau­ende Tempomat Predictive Powertrain Control (PPC). Da PPC nicht nur die Topografie der Route kennt, sondern auch das genaue Fahrzeuggewicht und den im Tempomat gewählten Geschwindigkeitsbereich, berechnet es schneller als jeder Fahrer den optimalen Gang und schaltet genau im richtigen Moment.

FleetBoard-System vergibt an Meiberg-Fahrer die Note sehr gut

Aerodynamisch geformtes StreamSpace-Fahrerhaus. Für einen äußerst geringen Luftwiderstand und niedrigen Verbrauch.
Verzicht auf die Sonnenblende. Sorgt für einen geringeren Luftwiderstand des Fahrerhauses. Das hat wiederrum einen geringeren Kraftstoffverbrauch zur Folge. Einsparung bis zu 1,5 %
Aerodynamische Windleitkörper, Endkantenklappen und Seitenverkleidungen. Sorgen für eine optimierte Aerodynamik. Einsparung bis zu 8,0 %
Mercedes PowerShift Fahrprogramm »economy«. Der gezielt zuschaltbare Fahrmodus »economy« unterstützt eine besonders wirtschaftliche, der Fahrmodus »power« eine sehr dynamische Fahrweise.
Der zweistufig geregelte Luftpresser. Der verbrauchsoptimierte Luftpresser mit zweistufiger Verdichtung und verlustleistungsoptimiertem Leerlauf trägt zum niedrigen Verbrauch bei.
Mehr Drehmoment. Bei Bedarf stellen die neuen Motoren in Verbindung mit den neuen serienmäßigen lang übersetzten Hinterachsen im 12. Gang mehr Drehmoment zur Verfügung*. Somit ist eine hohe Geschwindigkeit mit niedrigen Drehzahlen und niedrigem Verbrauch auch im anspruchsvollen Terrain möglich.* Nur bei Fahrzeugen mit normaler Rahmenhöhe und mit 310 kW (421 PS), 330 kW (449 PS) und 350 kW (476 PS) in Verbindung mit Hinterachsübersetzung i = 2,611 und i = 2,533. Nicht in Verbindung mit Bereifung 315 / 45.
Optionale kompakte Sattelkupplung. Das geringere Eigengewicht reduziert das Gesamtgewicht und sorgt so für weniger Kraftstoffverbrauch.
Drucklufthörner unterhalb des Fahrerhauses. Sorgen für einen geringeren Luftwiderstand, als bei einer Anbringung auf dem Dach des Fahrerhauses. Dies hat einen direkten positiven Effekt auf den Kraftstoffverbrauch. Einsparung bis zu 0,2 %
Kühlerjalousie. Verbessert im geschlossenen Zustand die Aerodynamik und spart dadurch Kraftstoff. Sie wird je nach Kühlungsbedarf des Motors entsprechend geöffnet oder geschlossen.
Optionale Reifendruckkontrolle. Ein zu niedriger Reifendruck kann bis zu 2,5% mehr Kraftstoffverbrauch verursachen. Einsparung bis zu 2,5 %
Aerodynamische Unterboden-Verkleidung. Sorgt für eine ideale Luftweiterleitung unterhalb des Fahrzeugs und spart durch den verminderten Luftwiderstand Kraftstoff ein.
Türverlängerungen. Tragen zu einer besseren Aerodynamik an den Seiten des Fahrerhauses bei. Dies reduziert den Luftwiderstand und hat damit einen positiven Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch.
Optionale kompakte Sattelkupplung. Das geringere Eigengewicht reduziert das Gesamtgewicht und sorgt so für weniger Kraftstoffverbrauch.
Druckluftsteuerung E-APU (Electronic Air Processing Unit) Wirkt sich positiv auf den Kraftstoffverbrauch aus. Hierbei wird der Bevorratungsdruck in den Bremskreisläufen erhöht und eine zusätzliche Druckbevorratung beim Bremsen erzeugt. Der Luftpresser arbeitet im neuen Actros bevorzugt nur im Schubbetrieb, vor allem bei Bergabfahrt.
Wie wirtschaftlich der Meiberg-Fahrer im Actros 1845 LS unterwegs war, wurde mit Hilfe des Telematikdienstes FleetBoard schnell festgestellt. Dazu werden sämtliche Fahrzeugdaten erfasst, angefangen von Beschleunigungs- und Bremsphasen über Geschwindigkeitsbereiche und Schaltvorgänge bis hin zur Leistungsanforderung in verschiedenen Leistungsbereichen.
Die tägliche Auswertung übernahm Profi-Berater Fabian Eisenhauer aus dem Team Profitraining & Beratung Deutschland im Werk Wörth. Laut seinen Berechnungen zeigte das Kennfeld aller Gänge eine wirtschaftliche Schaltweise in 96,6 Prozent aller Fälle. Entsprechend positiv urteilt Eisenhauer über den Fahrer: „Hier saß ein echter Profi am Steuer. In der von 1 bis 10 reichenden FleetBoard-Bewertungsskala erhielt er die Note 9,67.“

Diese Bewertung kennt auch der Fahrer. Denn FleetBoard informiert auch ihn um­fassend und detailliert über ein Display im Lkw – ganz nach Wunsch entweder zusammenfassend über einen längeren Zeitraum, täglich oder auch nur über die zuletzt gefahrene Route. Dabei erfährt er nicht nur die Note seiner Fahrweise, sondern kann sämtliche Fahrzeugdaten abrufen und erhält Hinweise, wie eine noch wirtschaftlichere Fahrweise möglich ist.

Die Erfolgsfaktoren: mehr Wirtschaftlichkeit und mehr Sicherheit

Fabian Eisenhauer arbeitet seit fünf Jahren als Profi-Berater, zuvor war er als Profi-Trainer tätig. Er kennt also das Geschäft und weiß, dass gute Fahrer immer seltener werden und überhaupt: dass es immer weniger Fahrer gibt. Deshalb wird es immer wichtiger, dass die Fahrzeugtechnik den Fahrer stärker entlastet. Sowohl in puncto Sicherheit als auch in puncto Wirtschaftlichkeit.


Dass die Mercedes-Benz Entwicklungsingenieure dem Actros diese beiden Erfolgsfaktoren mit auf den Weg gegeben haben, beweisen auch die 13 Schutz­engel, die er an Bord hat: Vom Abstandshalte-Assistent, Stabilitätsregel-Assistent (ESP) und Spurhalte-Assistent bis hin zum Active Brake Assist 3, der bei Bedarf selbstständig sowohl auf fahrende wie auf stehende Hindernisse eine Notbremsung einleitet.

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