Schutz der Rader Hochbrücke : Neue Kontrollen sollen Lkw-Raser bremsen

Schutz der Rader Hochbrücke : Neue Kontrollen sollen Lkw-Raser bremsen
Foto Quelle:Grafikfoto.de

Viele Lkw-Fahrer ignorieren das Tempolimit auf der Rader Hochbrücke. Nicht nur das ärgert die Verkehrsbehörde.

Lkw-Fahrer, die auf der Rader Hochbrücke zu schnell unterwegs sind, sollen nicht mehr ungeschoren davonkommen. Das fordert der Kreis Rendsburg-Eckernförde. „Die Brücke soll bis zu einem Neubau wirklich halten. Alles andere wäre für die Region der Supergau“, sagte Thilo Rohlfs, Leiter des Fachbereichs Umwelt-, Kommunal- und Ordnungswesen, unserer Zeitung.

Das Land hatte zum Erhalt von Statik und Sicherheit der Brücke Ende November ein Tempolimit von 60 km/h für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen eingeführt. Geändert hat sich seitdem wenig. Viele Lastwagen-Fahrer ignorieren das Limit und auch die vom Kreis geforderte feste Radarfalle steht bislang nicht.

Noch ein anderer Punkt ärgert Thilo Rohlfs: Gerade Lkw-Fahrer aus dem osteuropäischen Ausland seien für die Verkehrsbehörde bislang kaum greifbar. Der Aufwand sei trotz EU-Richtlinie zum grenzüberschreitenden Halterabgleich sehr hoch gewesen. „Das war mit Recherchearbeit verbunden“, so Rohlfs.

Doch das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg habe in Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleister Dataport jetzt ein automatisches System entwickelt, das das Verfahren erleichtert.

Das sei ein wichtiger Schritt, auch wenn das Bußgeld in dem Fall im vollstreckenden Staat verbleiben würde. Rohlfs: „Das ist für uns zweitrangig. Im Fokus steht nicht das Geld, sondern der Erhalt der Brücke.“ Wichtig sei dafür aber auch eine fest installierte Radarfalle. Auf Nachfrage erklärte sich die Kreisverwaltung bereit, sich an den Kosten zu beteiligen. „Wir wollen daran nicht verdienen. Abzüglich der Kosten könnten die Einnahmen an das Land gehen“, sagte Thilo Rohlfs.

Der Abstimmungsprozess dafür laufe noch, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. Anhaltspunkte dafür, dass die Lebensdauer der Brücke durch die Verstöße massiv beeinträchtigt werde, gebe es nicht.

Quelle:shz.de

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