Trucker im Einsatz für Kinder „A happy Day of Life“

Trucker im Einsatz für Kinder „A happy Day of Life“

Ein leichter Schauer fegte am Samstagnachmittag über den Autohof in Bösensell, als sich plötzlich die Hölle auftat.

Infernalisches Geheule erfüllte die Luft. Menschen hielten erschrocken den Atem an. Zeltwände vibrierten. Erinnerungen an riesige Kreuzfahrtschiffe, die sich den Hamburger Landungsbrücken nähern, wurden wach Dann die Erklärung: Die „Heuler“ – das war ein schier endloser Konvoi von PS-Giganten, von Trucks, einer imposanter als der andere. Mit dem niedlichen Begriff „Brummi“ hatten die nichts gemein. Aber sie befanden sich im Benefiz-Einsatz für Kinder und Jugendliche.

Viele Laster trugen die Namen von Speditionen aus dem Münsterland. So aus den Kreisen Coesfeld, Borken und Steinfurt. Andere kamen aus Hamburg oder Bayern.

Die Trucker und Truckerinnen – von ihren Speditionen großzügig unterstützt – waren nur von dem einen Wunsch beseelt, mehreren Dutzend Kindern einen schönen Tag zu bereiten, oder wie es von den Organisatoren hieß: „A happy day of life“.

Was bedeutete, gut 70 Kinder eines Kinderheims aus Herne, verteilt auf Selm, Lüdinghausen und Dülmen, einen Tag voller Abenteuer und Spiel zu ermöglichen.

So winkte aus den Beifahrer-Fenstern so mancher Knirps, so manches kleine Mädchen, erstaunt ob des großen Menschenauflaufs draußen im Regen. Der vergrößerte sich dann noch, als die Kolosse eingeparkt waren und ihre Fahrer sich um die Kinder herum stellten, um gemeinsam mit ihnen ein großes Herz zu bilden.

Denn „Bewegen mit Herz“ heißt die „Fernfahrer-Initiative, die von Trucker Andreas Böcker im vergangenen Jahr gegründet wurde. Eine ehrenamtliche Initiative, die sich es sich zum Ziel gemacht hat, Kindern von drei bis 16 Jahren, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen, einmal im Jahr einen unbeschwerten Tag zu bereiten.

Und zwar in Senden! Bürgermeister Alfred Holz, der von den Organisatoren zum Schirmherrn gewählt worden war, staunte begeistert: „Ich bin überwältigt von dem, was Sie da geschafft haben, um Kindern einmal etwas Besonders zu bieten. Und das alles ehrenamtlich für diejenigen, die unserer Hilfe bedürfen. Dank auch, dass Sie dafür ausgerechnet den Autohof Senden ausgesucht haben. Dank im Namen aller Kinder“, sagte Holz.

Und dann begann der Sturm auf die Attraktionen. Alle großen Institutionen, die mit Lastern und Verkehr zu tun haben, waren mit Infoständen und kleinen Souvenir-Tischen vertreten. So konnten die Trucker den Kindern nicht nur Essen und Trinken spendieren, mehr als 200 Helfer kümmerten sich auch um Luftballon-Wettbewerbe, eine Tombola mit 700 Preisen, Schminktischen, Trickspielereien und jede denkbare Art von Unterhaltung – bis zur Musik.

Denn mit im Tross erkannte manche Besucherin auch den „Mann mit der Mundharmonika“, Michael Hirte, auf dem Autohof. Für die Kleinen wurde es ein großer Tag. Nicht zuletzt auch dank der Unterstützung durch die Polizei, die Feuerwehr aus Bösensell und ein DRK-Team aus Senden.

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