Unfallschwerpunkt Lastverkehr auf A1 wird nicht über A28 umgeleitet !

Unfallschwerpunkt Lastverkehr auf A1 wird nicht über A28 umgeleitet !

Die angedachte Zwangsumleitung von Schwerlastverkehr von der A1 zwischen Stuhr und Ahlhorner Heide auf die A28 wird nicht kommen.

Dies berichtete Joachim Delfs, Leiter des Geschäftsbereichs Oldenburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, am Mittwoch auf dk-Nachfrage. In den vergangenen Wochen hatte sich dieser Bereich zum Unfallschwerpunkt entwickelt. Erst am Mittwochmorgen war ein Autofahrer ums Leben gekommen .

Zunächst war von Polizei und Landesbehörde angedacht worden, den Lastwagenverkehr in Richtung Osnabrück wegen einer Baustelle zwischen Stuhr und Groß Ippener über die A28 und A29 bis zum Autobahndreieck Ahlhorner Heide umzuleiten.

„Es hat intensive Gespräche mit der Polizei gegeben. Wir sind uns einig, dass ein Verbot nur schwer möglich ist“, erklärte Delfs. Die ursprünglich in Betracht gezogene Zwangsumleitung sei aus mehreren Gründen nicht sinnvoll: „Wir haben ähnliche Zahlen von Verkehr auf der A1 und der A28 im Bereich Delmenhorst. Die Sorge ist, dass die Umleitung nur eine Problemverlagerung ist“, so Delfs.

Hinzu kommt, dass rund 6000 Lastwagen pro Tag die A1 in Stuhr verlassen müssten, in Oldenburg auf die A29 wechseln und sich Ahlhorn wieder auf die A1 einfädeln müssten. Auch dies könnte zu weiteren Problemen führen.

Hinweisschilder sollen verbessert werden

Vor der Anschlussstelle Stuhr sollen nun in Absprache mit der Polizei und Experten aus der Speditionsbranche die Hinweisschilder bezüglich der Baustelle und der Umfahrungsmöglichkeiten verbessert werden. „Wir können bezogen auf unsere Baustellen kaum noch mehr machen“, sagte Delfs. Eine komplette Verlagerung des Verkehrs auf die Gegenfahrbahn, sodass der Verkehr weiterhin in beide Richtungen zweispurig laufen kann, sei bei der aktuellen Baustellenlage nicht praktikabel. „Das können wir bei einer Grundsanierung machen, die sechs bis acht Monate dauert. Jetzt sind es mehrere Einzelbaustellen in sechs bis acht Wochen.“ Zudem sei die betroffene Strecke mit rund 45 Kilometern zu lang: Eine Verlegung des Verkehrs auf die Gegenfahrbahn sei nur auf maximal neun Kilometern möglich.

Zwei tödliche Unfälle seit Ende April

Zuletzt hatte sich die A1 im Bereich zwischen Brinkum und dem Autobahndreieck Ahlhorner Heide zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt. Erst am Mittwochmorgen waren innerhalb kürzester Zeit drei Lastwagen an verschiedenen Punkten auf ein Stauende aufgefahren. Dabei ist ein Autofahrer getötet worden. Den schwersten Unfall hatte es am 24. April bei Wildeshausen gegeben , als drei Menschen ums Leben gekommen sind. Auch hier war ein Lastwagen in ein Stauende gerast.

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